Natur | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Natur

Das Gebiet der Gemeinde Grambek wird von nacheiszeitlichen Sanderflächen geprägt. Dieses Vorkommen führte in den 50iger Jahren nördlich und südlich der Ortslage zum Abbau von Kies. Dadurch entstanden 44 Teiche mit einer Wasserfläche von 32 ha. Nachdem die Teiche 16 Jahre lang konventionell bewirtschaftet wurden, erfolgt seit dem Jahr 2003 Fischzucht nach Bioland-Kriterien. Das umliegende, strukturreiche Gelände aus trockenen und sandigen, mageren Standorten, lichten Nadel- und Mischwaldbeständen, Sukzessionsflächen sowie Feuchtwiesen, bildet zusammen mit der Teichanlage einen Lebensraum für Amphibien von landesweiter Bedeutung. Amphibienleitanlagen an der Kreisstraße 68 nördlich Grambeks sowie südlich der Ortslage an der Gemeindestraße nach Göttin mit zusammen 15 Querungsbauwerken sichern diese außergewöhnlich artenreiche und große Population von mehr als 20.000 Individuen. Anfang des 9. Jahrhunderts bildete der Hornbeker Mühlenbach einen Teilabschnitt des Limes Saxonia, der Grenze zwischen Sachsen und Slawen (siehe Foto). Dieses etwa 7km lange Fließgewässer hat seinen Ursprung in der Nähe der Gemeinde Niendorf und fließt in Richtung Hornbek zu Elbe-Lübeck-Kanal.