Früher Wolterstorp Teil II | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Früher Wolterstorp Teil II

Jeder Bauer, der eine Lehenshufe bewirtschaftete, musste 1/10 seines Ertrages in Geld, Ware sowie Hand-und Spanndienste ableisten.

In Woltersdorf erhielt die „weltliche Obrigkeit“ 2/3 vom zehnt und die „kirchliche Obrigkeit“ 1/3 vom Zehnt
Dotation war die Zuwendung in Geld und Naturalien.
Das Domkapitel war das Priesterkollegium.

Im Dorf Woltersdorf besitzt der Probst als Vorsitzender des Domkapitels am Ratzeburger Dom den Zehntertrag von 4 Hufen und die Adligen Wilhelm und Gerhard von 2 Hufen der insgesamt 12 Hufen des Dorfes.

Im Jahre 1306 dem Herren von Duvensee gehörig, gelangt Woltersdorf 1468 durch die Familie Ritzerau an die Stadt Lübeck wo es bis 1747 bleibt.
An diese Lübische Zeit erinnert der, an der Gemarkungsgrenze Woltersdorf-Breitenfelde stehende Grenzstein an der Salzstrasse , der mit dem Doppeladler versehen ist.

Die Gründung Woltersdorfs wird vermutlich viel weiter zurück liegen.

Neben der Salzstrasse, ca. 500m Südlich des Lübecker Grenzsteins, wurde eine alte Siedlungsstätte gefunden.
Feuerstellen, Mahlsteine, Werkzeuge aus der jüngeren bzw. mittleren Steinzeit wurden hier gefunden.

Im Frühjahr 1926 wurden auf einer Gutskoppel Urnen, Scherben und verschiedene Bronzestücke (Fibeln) , darunter 3 unbeschädigte Spinnwirbel aus Stein freigelegt.